Borodino
Gar lange wichen wir zurück
Vor des Franzosen kalter Hand.
Doch wetzten wir schon uns're Messer;
Was macht der Feind in unser'm Land?
Nun fanden wir ein großes Feld -
Hier ist der Platz, an dem wir streiten!
Die Gräben wurden ausgehoben,
Das Schwert sollt' uns begleiten!
Kaum waren wir bereit zu kämpfen,
Ertönte schon das blechern' Horn.
Dort glänzt es blau schon aus den Wäldern,
Dort stürmt der Feind nach vorn!
Vorbei die Zeit der Listen:
Wir kämpfen offen, stolz!
Und soll'n wir sterben, soll's so sein,
Doch vorher brechen Stahl und Holz!
Zwei Tage flogen Tausend Kugeln.
Wo ist der Sturm der Schlacht?
"Zu den Kartätschen, vorwärts, Männer!" -
Ward unser Mut entfacht.
Die Nacht brach dann herein.
Wir schärften Bajonette, luden Waffen;
Zähne knirschten, viele schrien,
Es war die Zeit, den Sieg zu schaffen.
Und kaum war hell der Himmel
Erzitterte der Grund.
Es stand nun Reihe hinter Reihe,
In dieser stolzen Stund'.
Stolz blickten wir auf unsr'en Führer,
Ein Vater uns, ein Sohn dem Zaren,
Wie schade ist es doch um ihn,
Sein Wort, wir wollen es bewahren.
So sprach er doch:
"Soldaten!
Wer rettet Moskau, wenn nicht wir?
Hatten wir nicht den Tod geschworen?
Und so erfüllen wir den Schwur,
Wie die Brüder, die wir hier verloren."
Oh, welch ein Tag!
Sie drängten auf uns, die Franzosen,
In ihren blauen, starken Reihen,
In den mächtigen, endlosen -
Und alle gegen uns!
Denn alle sahen wir.
Dragooner, Husaren, Kürassiere -
Sie alle brachen auf uns ein,
Doch kämpfen wir - was immer auch passiere!
Der Feind sah viel an jenem Tag,
Was russisch' Nahkampf uns doch heißt!
Der russisch' Kämpfer niemals zittert,
Der tapf're Slawe jeden Feind zerreißt!
Zu streiten gegen uns're Rus -
Der Feind erriet nun, was es hieß!
Nun schallt' das blechern' Horn erneut,
Der Franzemann das Feld verließ.
Nun zählten wir die toten Freunde,
Zogen tief in unser Land.
Der Feind, er sollt sich sicher wähnen,
Und sehen doch nur Tod und Brand.
Gar lange wichen wir zurück
Vor des Franzosen kalter Hand.
Doch wetzten wir schon uns're Messer;
Was macht der Feind in unser'm Land?
Nun fanden wir ein großes Feld -
Hier ist der Platz, an dem wir streiten!
Die Gräben wurden ausgehoben,
Das Schwert sollt' uns begleiten!
Kaum waren wir bereit zu kämpfen,
Ertönte schon das blechern' Horn.
Dort glänzt es blau schon aus den Wäldern,
Dort stürmt der Feind nach vorn!
Vorbei die Zeit der Listen:
Wir kämpfen offen, stolz!
Und soll'n wir sterben, soll's so sein,
Doch vorher brechen Stahl und Holz!
Zwei Tage flogen Tausend Kugeln.
Wo ist der Sturm der Schlacht?
"Zu den Kartätschen, vorwärts, Männer!" -
Ward unser Mut entfacht.
Die Nacht brach dann herein.
Wir schärften Bajonette, luden Waffen;
Zähne knirschten, viele schrien,
Es war die Zeit, den Sieg zu schaffen.
Und kaum war hell der Himmel
Erzitterte der Grund.
Es stand nun Reihe hinter Reihe,
In dieser stolzen Stund'.
Stolz blickten wir auf unsr'en Führer,
Ein Vater uns, ein Sohn dem Zaren,
Wie schade ist es doch um ihn,
Sein Wort, wir wollen es bewahren.
So sprach er doch:
"Soldaten!
Wer rettet Moskau, wenn nicht wir?
Hatten wir nicht den Tod geschworen?
Und so erfüllen wir den Schwur,
Wie die Brüder, die wir hier verloren."
Oh, welch ein Tag!
Sie drängten auf uns, die Franzosen,
In ihren blauen, starken Reihen,
In den mächtigen, endlosen -
Und alle gegen uns!
Denn alle sahen wir.
Dragooner, Husaren, Kürassiere -
Sie alle brachen auf uns ein,
Doch kämpfen wir - was immer auch passiere!
Der Feind sah viel an jenem Tag,
Was russisch' Nahkampf uns doch heißt!
Der russisch' Kämpfer niemals zittert,
Der tapf're Slawe jeden Feind zerreißt!
Zu streiten gegen uns're Rus -
Der Feind erriet nun, was es hieß!
Nun schallt' das blechern' Horn erneut,
Der Franzemann das Feld verließ.
Nun zählten wir die toten Freunde,
Zogen tief in unser Land.
Der Feind, er sollt sich sicher wähnen,
Und sehen doch nur Tod und Brand.
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